Zemag

ML100

ML101

ML150

ML200

ML250

ML300

ML300City

ML300Details

ML400

ML180

Fahrachsen

Technische Daten


Die technische Entwicklung des Turmdrehkranbau in der Zemag GmbH Zeitz

Allgemeines
Mit der Wende in der DDR und dem beginnenden Wegbrechen der Ostmärkte machten sich Veränderungen in der Marktstrategie der Zemag im Geschäftsfeld Bagger- und Kranbau erforderlich. Um die herausragenden Erfahrungen bei der Entwicklung und dem Bau von freizügig ortsveränderlichen Kranen zu nutzen und neue Absatzperspektiven auch beim Aufbau der neuen Länder zu erlangen, wurde im Jahre 1990 in Zusammenarbeit mit der IfF GmbH Leipzig die Entwicklung eines Schnellmontageturmdrehkranes mit der Bezeichnung "Movilift" begonnen.
Movilift 100, 100-1
11/1990 Technische Offerte Movilift 100 mit maximaler Tragfähigkeit 1t
12/1990- 02/1991 Projektierung und Konstruktion sowie Musterbau und Abnahme nach VbG 9 eines Movilift 100 in der IfF GmbH Leipzig im Auftrag der Zemag GmbH Zeitz
ab 03/1991
Austellung auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1991

Erprobung auf dem Erprobungsgelände der Zemag GmbH mit paralleler konstruktiver Überarbeitung und Weiterentwicklung zum ML100-1

05/1991-04/1992 Serienproduktion
Typenreihe Movilift 101,150, 200
ab 07/1991
Projektierung und Konstruktion einer Typenreihe
  • ML 101 mit maximaler Tragfähigkeit 1t
  • ML 150 mit maximaler Tragfähigkeit 1,5t
  • ML 200 mit maximaler Tragfähigkeit 2t
Nach erster Vermarktung des ML100 zeigte sich, daß nur ein kleines Marktsegment erreicht wurde.Es war daher erforderlich, größere Lastmomentbereiche abzudecken. Alle künftigen Krantypen wurden mit frequenzumrichtergeregelten Drehwerken ausgestattet.
03/1992 Musterbau und Beginn der Werkserprobung
04/1992 Präsentation der Typenreihe auf der Bauma München
05/1992-07/1992 Serienproduktion Movilift 101
05/1992-02/1994 Serienproduktion Movilift 150
06/1992-05/1994 Serienproduktion Movilift 200
ab 1994
Weiterentwicklung zum ML150-1 und ML200-1
Dabei wurden die Erkenntnisse aus dem bisherigen Betriebverhalten konstruktiv eingearbeitet und auf Kundenwunsch die Hub- und Katzfahrgeschwindigkeiten erhöht.
06/1994-05/1995 Serienproduktion Movilift 150-1
08/1994-10/1997 Serienproduktion Movilift 200-1
Movilift 300
ab 08/1992
Projektierung und Konstruktion eines Movilift 300 mit maximaler Tragfähigkeit 3 t
Ziel war das Erreichen der 30tm-Lastmomentklasse und eine Ausladung von 30m
ab 01/1993 Musterbau und Werkserprobung
05/1993-05/1995 Serienproduktion
Movilift 250
ab 08/1993
Projektierung und Konstruktion des ML250 mit maximaler Tragfähigkeit 2,2 t
Ursprünglich vorgesehen zur Optimierung und Ablösung des ML200 unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Konstruktion des ML300. Es gab jedoch auch weiterhin Bedarf an ML200.
ab 03/1994 Musterbau und Werkserprobung
03/1994-11/1997 Serienproduktion
Movilift 400, 400S
ab 10/1994
Projektierung und Konstruktion des Movilift 400 mit maximaler Tragfähigkeit 3,5 t
Ziel war die Weiterentwicklung und Optimierung des Movilift 300 zu höheren Leistungen
ab 02/1995 Musterbau und Werkserprobung
04/1995 Präsentation als ML400S auf der Bauma München mit frequenzgeregeltem Hubwerk
03/1995-03/1997 Serienproduktion
Movilift 180
ab 10/1995
Projektierung und Konstruktion des ML180 mit maximaler Tragfähigkeit 2 t
Als Ersatz für die Krantypen bis 20tm unter Berücksichtigung der konstruktiven Erkenntnisse aller Typen bis ML400 vorgesehen.Mit kompletten Ballast transportierbar.Die Typenreihe hätte dann aus ML180, ML250 und ML400 bestanden.
ab 03/1996 Musterbau und Beginn der Werkserprobung
08/1996 geplanter Serienanlauf findet aufgrund der geringen Marktchancen infolge der rückläufigen Bauindustrie nicht statt.
Movilift 400-K
ab 11/1995
Vorbereitungen zur Zertifizierung aller Krantypen nach russischen Vorschriften von Gosgortechnadsor für den Export nach Rußland

Konstruktion der Krane ML 150-1, 200-1, 300, 250, 400 für den Einsatz bis -25°C entsprechend russischer Kranvorschriften

03/1996 Zertifizierung in der Zemag durch eine russische Kommission im Auftrag von Gosgortechnadsor
01/1996 - 03/1997 Serienfertigung von 30 ML 400-K und Export nach Rußland
09/1997
Nach dem Scheitern der Erstprivatisierung im Verbund der Lintra wird das Unternehmen erneut privatisiert. Dabei wird das Geschäftsfeld Krane ausgegliedert. Es wird von dem neugegründeten Unternehmen Zebak GmbH+Co.KG
in Zeitz übernommen. Durch Zebak erfolgte seither die Betreuung der in Betrieb befindlichen Krane.
Fahrachsen für den Straßen-Transport der Krane
Parralel zur Entwicklung der Krantypen erfolgte die angepaßte Entwicklung von Fahrachsen (Lenkachse, Hinterachse) entsprechend der gesetzlich zulässigen Achslasten und Fahrgeschwindigkeiten.
ML100, 100-1 kleine Fahrachse
ML101, 150, 200 Fahrachse einfachbereift
ML300 Fahrachse doppeltbereift
ML250, 300, 400,180 Einheitsachse doppeltbereift
ML 150, 200 Einheitsachse mit Eigenfahrantrieb
gefertigte Turmdrehkrane von 1991 bis 1998
ML100 1
ML100-1 40
ML101 22
ML150 62
ML150-1 20
ML200 72
ML200-1 29*
ML250 52
ML300 92
ML400 33
ML400S 1
ML400-K 30
ML180 1
insgesamt 455
*davon 9 Krane von Zebak endmontiert
gefertigte Fahrachsen
Kleine Achse für ML100 42
Achse einfachbereift für ML101, 150, 200 138
Achse ML300 doppeltbereift 37
Einheitsachse 127
Einheitsachse mit Eigenantrieb 3
insgesamt 347
Der Export der Krane erfolgte in folgende Länder: Rußland, Weißrußland, Ungarn, Kroatien, Niederlande, Frankreich, Belgien, Spanien, Gabun